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Besuch im Görlitzer Europahaus

Das Ehrenamt allein wird für eine qualifizierte Europaarbeit in Zukunft nicht mehr ausreichen
Die Förderung von EU-finanzierten Kleinprojekten, Probleme mit Abrechnungsformalitäten mit der Sächsischen Aufbaubank (SAB) aber auch einfach mal das erneute Kennenlernen der Europaarbeit in Görlitz waren Themen meines gestrigen Besuchs in Görlitz.
Als Sprecher für Europapolitik der SPD-Landtagsfraktion diskutierte ich mit Dr. Birgit Dippe, der Vereinsvorsitzenden des Europahauses, mit Dr. Ulf Grossmann, Vorstand und Präsident der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, sowie weiteren Engagierten. Deutlich wurde während des Gespräches, dass das Ehrenamt allein für eine qualifizierte Europaarbeit in Zukunft nicht mehr ausreichen wird. Die Gestaltung der jährlichen Görlitzer Europawoche mit teilweise hochrangigen Gästen, zahlreiche Projekte, darunter auch zu Fragen nationaler Minderheiten, und nicht zuletzt die wichtigen grenzüberschreitenden Kontakte in der Euroregion Neisse erfordern qualifiziertes Personal.
Görlitz pflegt aber nicht nur die deutsch-polnischen Beziehungen. Es gibt eine lange Tradition der Flüchtlingsarbeit: Schon in den 1930er Jahren und dann erneut in den 50ern nahm Görlitz erst rund 5.000 und dann noch einmal ca. 9.000 Flüchtlinge aus Griechenland auf, die hervorragend integriert wurden. Alles nicht neu und - ganz andere Zahlen als die, über die wir heute reden. Eine spannende Geschichte und ein echter Aha-Effekt für mich.
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